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Thilo Hoffmann, THE BIG PICTURE
Eröffnung: Freitag, 25.April 2008, um 20.00 Uhr
>> Fotos von der Eröffnung
Eingeladen wurden Künstler/innen, die exemplarisch unterschiedlichste Dialoge und deren reale oder hypothetische Formen aufgegriffen oder geschaffen haben. Dabei geht es auch um Fragen nach dem Verhältnis von künstlerischer Visualisierung und realen Eingriffen von Künstler/innen als Citizens. Zu sehen und zu diskutieren sind in der Motorenhalle zudem Beiträge zur Umfrage über den gegenwärtigen Stand des sozialen Dialogs in unserer Gesellschaft.
"Vom sozialen Dialog" heißt ein Projekt des riesa efau, das
sich mit einem Programm aus Diskussionen, Vorträgen, Ausstellung, Filmen,
Workshops und Symposien dem sozialen Dialog in der Gesellschaft widmet. Wie
wird dieser Dialog geführt? Worin besteht er überhaupt? Wer führt
ihn und auf welche Weise? Welche Chancen und Probleme sind damit verbunden?
Und welche Rolle spielt der Künstler in diesem Dialog? Seine Möglichkeiten
und Grenzen der gesellschaftlichen Einflussnahme werden im Rahmen dieses Projektes
befragt. Dabei wurden in das Programm auch Beiträge anderer Dresdner Veranstalter
aufgenommen, um Beispiele für weitere Dialoge und deren Orte einzuschließen.
"Du Dialogue Social" ist Bestandteil des europäischen Netzwerk-Projektes
"Land of Human Rights" und wird im Herbst weitergeführt von "Monster"
- einem Projekt zum Thema der Aus- und Abgrenzung in der Gesellschaft.
Dauer der Ausstellung: 26.4.2008 - 5.7.2008
Öffnungszeiten: DI - FR, 16:00 - 20:00, SA, 14:00 - 18:00
Adresse: Motorenhalle, Wachsbleichstraße 4a, 01067 Dresden,
Deutschland
Weiter Informationen unter: www.motorenhalle.de
Samstag, 26. April 2008, um 10:00 Uhr
WORKSHOP - Du dialogue social
Die Kuratoren des europäischen Netzwerkes
"Land of Human Rights" und ein Großteil der an der Ausstellung
"Du Dialogue Social" beteiligten Künstler widmen sich in einem
3-stündigen Workshop den Fragen und Aspekten der künstlerischen Einflussnahme
in der Gesellschaft. Der Workshop steht allen Interessierten zur Teilnahme offen
und findet in englischer Sprache statt.
Beteiligte Kurator/innen:
Nikolett Eröss (TRAFO, Budapest), Alenka Gregoric (Skuc Gallery Ljubljana),
Michal Kolecek (Univerzity Jana Evangelisty Purkyne, Faculty of art and design,
Ústí nad Labem), Anton Lederer + Margarethe Makovec (< rotor
> association for contemporary art, Graz), Antonia Majaca (G-MK Galerija,
Zagreb), Frank Eckhardt (riesa efau. Forum für Kunst und Gesellschaft,
Dresden)
Samstag, 26. April 2008, ab 14:00 Uhr
SYMPOSIUM - Nachrichten. Erzählungen. Inszenierungen.
Zur Rolle zeitgenössischer Kunst im sozialen Dialog.
14 Uhr Einführung
Frank Eckhardt (Kurator Du Dialogue Social, riesa efau, Dresden)
14.15 Uhr Vortrag und Diskussion
Wille zur Sichtbarkeit
Rupprecht Matthies (Künstler, Hamburg)
Wo ist der Wille zur Sichtbarkeit? Wie autonom ist die Kunst? Wie darstellungswillig
die Gesellschaft? Und ist die Gegenwart überprüfbar? Kunst nimmt oft
simple, leichte Realitätsverschiebungen vor; führen da nicht die großen
Ansprüche zur Vermeidung von Aussagen und zum Verschwinden der Kunst?
15.15 Uhr Dialog
Dr. Wolfgang Zinggl (Kulturwissenschaftler / Mitglied der Künstlergruppe
WochenKlausur, Wien) + Konstantin Adamopoulos (Kulturkreis der deutschen Wirtschaft/
Kurator des Bronnbacher Stipendiums an der Universität Mannheim, Köln)
16.30 Uhr Vortrag und Diskussion
Autonomie und soziale Bindung – Bedingungen von Arbeits- und Lebenskultur
Prof. Dr. Peter Richter (Psychologe, Dresden)
Unser verkürztes Arbeitsverständnis wendet das Prinzip der Arbeitsteilung
zunehmend auch auf die geistige Arbeit an. Doch diese „Ökonomisierung
des Sozialen und Emotionalen“ zerstört den lebensnotwendigen sozialen
Kitt der Gesellschaft. Inzwischen wird selbst die Prekarität von Künstlerberufen
zum Lebensmodell idealisiert. Ein erweitertes Verständnis gesellschaftlich
notwendiger Tätigkeiten wird wichtig und der Kulturarbeit kommt dabei eine
entscheidende Rolle zu.
17.30 Uhr Dialog
Enno Schmidt (Künstler, Frankfurt/M.) + Lillian Fellmann (Kuratorin, Zürich)
18.45 Uhr Vortrag
Ich sehe was, was du nicht siehst - Überlegungen zur Dialogfähigkeit
der Kunst
Thomas Trummer (Projektleiter Bildende Kunst / Siemens Arts Program, München)
Die Einsicht ist ein psychologischer Begriff, die Ansicht ein politischer, die
Nachsicht ein ethischer. Doch wo befinden sich eigentlich die Künste, die
doch zum Sehen geben?
20 Uhr Abschlusspanel
Moderator / Schirmherr des Projektes: Prof. Dr. Karl-Siegbert Rehberg (Soziologe,
Dresden),
Ralph Lindner (Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Dresden), Margarethe
Makovec (Künstlerische Leiterin < rotor >, Graz), Thilo Hoffmann
(Künstler, Zürich), Susan Donath (Künstlerin, Dresden)
Sonntag, 27. April 2008, 9:30 Uhr
Treffpunkt
riesa efau (Adlergasse 14)
KUNST IM SOZIALEN DIALOG - Thematische
Stadtführung mit Igeltour
Ein Spaziergang von riesa efau zur Frauenkirche
begibt sich auf die Suche nach den Spuren, die Künstler/innen in Bezug
auf den sozialen Dialog in Dresden hinterlassen haben.