Ausstellung

Artur Żmijewski
Radical Solidarity

Artur Żmijewski, „Them“, 2007, Courtesy Foksal Gallery Foundation, Warsaw
Artur Żmijewski, „Them“, 2007, Courtesy Foksal Gallery Foundation, Warsaw

Eröffnung: Freitag, 25.Jänner 2008, um 19.00 Uhr
>> Fotos von der Ausstellung


Künstlergespräch: Samstag, 26.Jänner 2008, um 17 Uhr
>> Miklos Erhardt im Gespräch mit Artur Żmijewski

Artur Żmijewski ist gleichermaßen widersprüchlich wie von der internationalen zeitgenössischen Kunstszene gefeiert. Seine Filme spalten das Publikum: Fans und Kritiker bejubeln oder verurteilen seine Filme oft aus ganz ähnlichen Gründen. Neben seiner Teilnahme an bedeutenden internationalen Ausstellungen war er Repräsentant Polens bei der Biennale von Venedig 2005 und voriges Jahr zu Gast bei der „documenta 12“ in Kassel, einem der wichtigsten Events der zeitgenössischen Kunstszene. Er veröffentlicht regelmäßig Artikel über die gesellschaftliche Verantwortung der Kunst und erhebt seine Stimme in öffentlichen und politischen Diskussionen.

Die Erfahrung, die seinen Werken zugrunde liegt, besteht darin, wie wir von Klischees eingeengt und von einem physischen und gesellschaftlichen Körper abhängig sind. Die Werke evozieren jedoch in der Tat eine völlig andere Situation: Dem aufgewühlten Betrachter wird der Trost verweigert, dem Künstler die Verantwortung zu überlassen und das Problem als eine Privatangelegenheit der Kunst abzutun. Die in den Filmen dargestellten erhebenden, schmerzlichen oder irritierenden Situationen kulminieren alle in der Aufhebung der Gesellschaftsverträge, die die meisten von uns anerkennen. Wir werfen plötzlich einen flüchtigen Blick auf Dinge, die immer schon direkt vor unseren Augen dagewesen sind, die wir aber aus Selbstschutz, Willensschwäche oder Taktgefühl nicht wahrgenommen haben. Wir bemerken die „différances”, die an der glatten Oberfläche der Normalität kratzen. Auch wenn seine Filme provozieren, richtet sich diese Provokation nicht gegen die Figuren sondern gegen moralisierende Interpretationen, die dazu neigen, der Realität aus dem Weg zu gehen.

Dauer der Ausstellung: 26.1.2008 – 2.3.2008
Öffnungszeiten: MO – FR, 14:00 – 20:00, SA – SO, 17:00 – 20:00
Adresse: Trafó Gallery (Trafó – House of Contemporary arts), Liliom str. 41, 1094 Budapest

Weiter Informationen unter: www.trafo.hu